Referenzzinssatz-Rechner

Wie stark sich Ihre Miete verändern darf, wenn der Referenzzinssatz sinkt oder steigt – für Mieter und Vermieter, mit Musterbrief für die Mietzinssenkung.

Referenzzinssatz & Mietzins-Rechner

Berechnen Sie, wie stark der Mietzins bei einer Änderung des Referenzzinssatzes angepasst werden darf – inklusive Teuerung und allgemeiner Kostensteigerung.

Der Referenzzinssatz (BWO) bestimmt die zulässige Mietanpassung: Sinkt er um einen Viertelprozentpunkt, kann die Miete um rund 2,91 % sinken; steigt er, darf sie um höchstens 3 % steigen. Dazu kommen 40 % der aufgelaufenen Teuerung und nachgewiesene allgemeine Kostensteigerungen – der Rechner schätzt sie mit 0,5 % pro Jahr.
Mietzins-Parameter
Aktuelle Nettomiete (CHF/Monat)
2'000
Referenzzinssatz Ihrer heutigen Miete (%)
1.75%
Aktueller Referenzzinssatz (%)
1.25%
Aufgelaufene Teuerung (CPI, %)
4.0%
Jahre seit letzter Anpassung
5 J.
Zulässige Mietzinsanpassung
Aktuelle Miete
—
Referenzzins-Anpassung
—
Teuerung + Kosten
—
Zulässige neue Miete
—
Für Mieter: Liegt der aktuelle Referenzzinssatz unter dem Satz, auf dem Ihre heutige Miete beruht (letzte Mietzinsanpassung, sonst Mietvertrag), können Sie je Viertelprozentpunkt eine Senkung um rund 2,91 % verlangen – schriftlich und auf den nächstmöglichen Kündigungstermin (Art. 270a OR). Den Brief dafür erstellen Sie gleich hier; mehr zum Vorgehen im Artikel Mietsenkung beim Referenzzinssatz.

Musterbrief: Mietzinssenkung verlangen

Vorlage für das Herabsetzungsbegehren nach Art. 270a OR – mit Ihren Werten vorausgefüllt, zum Ausdrucken und Einschreiben. Öffnen ↓Schliessen ↑

Aus dem Rechner

Nettomiete: – · Referenzzinssatz Ihrer heutigen Miete: –
Aktueller Referenzzinssatz: 1,25 % (BWO, seit 2. September 2025)
Verlangte Senkung: –

Ändern Sie Nettomiete und Satz oben im Rechner. Verlangt wird die Senkung aus dem Referenzzinssatz allein (je Viertelprozentpunkt 2,91 %). Ob der Vermieter Teuerung und Kostensteigerungen gegenrechnen darf, muss er belegen – der Brief fordert ihn dazu auf.

Ihre Angaben

Vermieter oder Verwaltung

Mietobjekt und Termin

Den Termin finden Sie im Mietvertrag. Das Begehren muss den Vermieter vor Beginn der Kündigungsfrist erreichen – bei Wohnungen mindestens 3 Monate vorher, bei längerer Frist im Vertrag entsprechend früher.

Ihre Angaben bleiben in diesem Browserfenster. Sie werden weder gespeichert noch an den Server übertragen.

Vor dem Versand

  1. Kuvert: Die Adresse passt ins Fenster eines C5-Kuverts mit Fenster rechts – das Blatt dafür einmal quer falten.
  2. Per Einschreiben senden und eine Kopie behalten – das Eingangsdatum entscheidet über die Frist.
  3. Alle unterschreiben, die im Mietvertrag stehen.
  4. Rechtzeitig: Die Senkung gilt erst ab dem nächstmöglichen Kündigungstermin; das Begehren muss vorher und unter Einhaltung der Kündigungsfrist eintreffen. Art. 270a Abs. 1, Art. 266c OR
  5. Antwort abwarten: Der Vermieter hat 30 Tage. Lehnt er ab, antwortet er nur teilweise oder gar nicht, können Sie innert weiteren 30 Tagen die Schlichtungsbehörde anrufen – das Verfahren ist kostenlos. Art. 270a Abs. 2 OR
  6. Gegenrechnung möglich: Der Vermieter darf die Senkung mit inzwischen gestiegenen Kosten verrechnen; die tatsächliche Senkung kann deshalb kleiner ausfallen. Der Rechner oben schätzt das. Art. 13 Abs. 2 VMWG
  7. Kein Grund zur Sorge vor einer Kündigung: Eine Kündigung, weil Sie Ansprüche aus dem Mietverhältnis geltend machen, ist anfechtbar. Art. 271a Abs. 1 Bst. a OR
  8. Beratung im Streitfall: Mieterinnen- und Mieterverband oder die Schlichtungsbehörde Ihres Kantons.

Muster ohne Gewähr, keine Rechtsberatung. Stand: Wortlaut von Art. 270a OR und Art. 13 VMWG, geprüft am 1. Oktober 2026.

Diese Berechnung ist ein Richtwert. Die genauen Regeln stehen in Art. 269a und 270a OR sowie Art. 13 und 16 VMWG. Im Streitfall entscheidet die Schlichtungsbehörde.

Wie funktioniert dieser Rechner?

Der Referenzzinssatz wird vom Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) quartalsweise berechnet und basiert auf dem volumengewichteten Durchschnitt aller Schweizer Hypothekarzinsen. Sinkt er um 0,25 Prozentpunkte, kann die Miete um rund 2,91 % sinken; steigt er, darf sie um höchstens 3 % steigen (Art. 13 VMWG). Massgebend ist der Satz, auf dem die heutige Miete beruht – der Satz der letzten Mietzinsanpassung oder, wenn nie angepasst wurde, der im Mietvertrag. Vermieter dürfen zusätzlich 40 % der aufgelaufenen Teuerung (Art. 16 VMWG) sowie nachgewiesene allgemeine Kostensteigerungen geltend machen; der Rechner schätzt diese mit 0,5 % pro Jahr. Mieter können eine Senkung nur schriftlich und auf den nächstmöglichen Kündigungstermin hin verlangen (Art. 270a OR).

Der Referenzzinssatz steht bei 1,25 %

Der hypothekarische Referenzzinssatz wird vom Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) quartalsweise veröffentlicht. Er liegt seit dem 2. September 2025 bei 1,25 %; die nächste Publikation folgt am 1. Dezember 2026. Ändert er sich, dürfen Mietzinse angepasst werden:

  • Pro Senkung um 0,25 Prozentpunkte haben Mieter Anspruch auf eine Senkung um 2,91 %.
  • Pro Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte darf der Vermieter um 3 % erhöhen.

Was der Rechner zusätzlich berücksichtigt

Eine Mietzinsanpassung besteht selten nur aus dem Referenzzinssatz. Der Vermieter darf in der Regel auch die Teuerung zu 40 % überwälzen und nachgewiesene allgemeine Kostensteigerungen geltend machen; der Rechner schätzt sie mit 0,5 % pro Jahr seit der letzten Anpassung. Bei einer Senkung kann der Vermieter diese Positionen verrechnen – deshalb fällt die tatsächliche Senkung oft kleiner aus als die 2,91 %.

Entscheidend ist Ihr Ausgangssatz

Massgebend ist der Referenzzinssatz, der bei der letzten Festsetzung Ihrer Miete galt. Sie finden ihn im Mietvertrag oder auf dem letzten Formular zur Mietzinsänderung. Liegt er über dem aktuellen Satz, haben Sie einen Senkungsanspruch – auch wenn der Referenzzinssatz zuletzt gar nicht gesunken ist.

Eine Senkung erfolgt nicht automatisch: Sie müssen sie beim Vermieter schriftlich auf den nächsten Kündigungstermin verlangen. Wie Sie dabei vorgehen, erklärt der Artikel Mietsenkung beim Referenzzinssatz; wann eine Erhöhung droht, steht in Wann steigen die Mieten wieder?.

Fragen zum Referenzzinssatz-Rechner

Schriftlich beim Vermieter, auf den nächsten Kündigungstermin. Lehnt er ab oder antwortet er nicht innert 30 Tagen, können Sie die Schlichtungsbehörde anrufen; das Verfahren dort ist kostenlos. Einen Musterbrief, vorausgefüllt mit Ihren Werten, finden Sie direkt unter dem Rechner.
Ja. Direkt unter dem Rechner steht ein Musterbrief für das Herabsetzungsbegehren nach Art. 270a OR. Er übernimmt Nettomiete und Referenzzinssatz aus dem Rechner, verlangt die Senkung auf den nächstmöglichen Kündigungstermin und fordert den Vermieter auf, allfällige Gegenforderungen zu belegen. Sie können ihn ausdrucken oder als PDF speichern; Ihre Angaben werden dabei weder gespeichert noch übertragen.
Wenn der Referenzzinssatz über den Satz steigt, auf dem Ihre Miete beruht, oder wegen Teuerung, Kostensteigerungen oder wertvermehrenden Investitionen. Die Erhöhung muss auf dem amtlichen Formular mitgeteilt und begründet werden, sonst ist sie nichtig. Anfechten können Sie sie innert 30 Tagen.
Der Referenzzinssatz, der bei der letzten Festsetzung Ihrer Miete galt. Er steht im Mietvertrag oder auf dem letzten amtlichen Formular einer Mietzinsänderung.
Das BWO publiziert ihn quartalsweise, jeweils Anfang März, Juni, September und Dezember. Die nächste Publikation ist am 1. Dezember 2026.

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Redaktionell geprüft: · Mit den offiziellen Quellen abgeglichen. Keine externe Fachprüfung durch eine Hypothekar-, Steuer- oder Rechtsfachperson. Alle Formeln und Annahmen →

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Laufende Marktdaten (Hypothekarzinsen, SARON, Leitzins) werden wöchentlich automatisch aus dem Datenportal der Schweizerischen Nationalbank nachgeführt und in der Marktübersicht mit Stand ausgewiesen.

Hinweis: Alle Berechnungen sind unverbindliche Schätzungen und dienen der Information. Sie ersetzen keine Beratung durch eine Bank, eine Steuer- oder Rechtsfachperson. Richtwerte wie Zinssätze und kantonale Tarife können sich ändern.