Mieten oder Kaufen? Der Vergleichsrechner

Was ist langfristig günstiger – das Eigenheim oder die Mietwohnung mit angelegtem Eigenkapital? Ein ehrlicher Gesamtkostenvergleich.

Kaufen vs. Mieten – Langzeitvergleich

Dieser Rechner berücksichtigt alle relevanten Faktoren: Opportunitätskosten des Eigenkapitals, Wertsteigerung, Tilgung, Mietpreisentwicklung und laufende Kosten über den Anlagehorizont.

Der Rechner berechnet das Nettovermögen nach dem gewählten Zeithorizont für beide Varianten. Der Mieter investiert sein Eigenkapital und die Kostendifferenz zum Kaufen alternativ.
Kauf-Parameter
900'000
Eigenkapital (%)
20%
Hypothekarzins (%)
1.7%
Immobilienwert-Steigerung/Jahr (%)
1.5%
Kaufnebenkosten (%)
4.0%
Unterhalt/Jahr (%)
1.0%
Amortisation Hypothek/Jahr (%)
1.0%
3.0%
Miet-Parameter
Monatliche Kaltmiete (CHF)
2'800
Mietpreis-Steigerung/Jahr (%)
1.5%
Anlagehorizont (Jahre)
15
Rendite Alternativanlage (%)
4.0%
Steuerparameter
Gilt für beide Varianten
Grenzsteuersatz (%)
28.0%
Eigenmietwert-Faktor (%)
65%
Vermögenssteuer (%)
0.30%
Ab der Steuerperiode 2029 entfallen Eigenmietwert, Schuldzins- und Unterhaltsabzug – ausser dem befristeten Ersterwerberabzug. Ohne Häkchen wird das heutige Recht über die ganze Laufzeit fortgeschrieben.
Käufer: Eigenmietwert wird als Einkommen besteuert; Hypothekarzinsen & Unterhalt sind abzugsfähig (ab 2029 nur noch Zinsen mit dem befristeten Ersterwerberabzug). Vermögenssteuer auf Netto-Immobilienwert.
Mieter: Vermögenssteuer auf das angelegte Kapital. Kein Eigenmietwert.
—
Gesamtkosten Kaufen
—
Gesamtkosten Mieten
—
Nettovermögen Kaufen (nach Verkauf)
—
Nettovermögen Mieten
—
Verkaufserlös (brutto)
—
Verkaufsnebenkosten
—
Steuermehrbelastung Kauf/Jahr (Ø)
—
Steuermehrbelastung Miete/Jahr (Ø)
—
Nettovermögensentwicklung über Zeit

Wie funktioniert dieser Rechner?

Der Rechner vergleicht den Vermögensaufbau beider Strategien über Ihren gewählten Zeithorizont. Wer kauft, baut Eigenkapital durch Amortisation und allfällige Wertsteigerung auf. Wer mietet, kann das Eigenkapital alternativ investieren – die Differenz zwischen Anlagenrendite und Hypothekarzins entscheidet, welche Strategie langfristig vorteilhafter ist. In der Schweiz liegt das Preis-Miet-Verhältnis in Städten wie Zürich oder Genf oft über 35×, was rechnerisch häufig für das Mieten spricht – sofern das Kapital tatsächlich konsequent investiert wird.

Was der Rechner vergleicht

Der Vergleich ist nur fair, wenn beide Seiten vollständig gerechnet werden. Der Rechner stellt deshalb über den gewählten Anlagehorizont gegenüber:

  • Kaufen: Kaufnebenkosten, Hypothekarzinsen, Unterhalt, Amortisation, Eigenmietwert und Abzüge, Vermögenssteuer sowie die Wertentwicklung der Liegenschaft.
  • Mieten: die Miete mit jährlicher Steigerung – und das Eigenkapital samt Kaufnebenkosten, das der Mieter nicht in eine Immobilie steckt, sondern zur gewählten Rendite anlegt.

Dieser zweite Punkt wird oft vergessen: Das Eigenkapital im Eigenheim bringt keinen Zins. Der Ertrag, auf den Sie verzichten, gehört als Opportunitätskosten in den Vergleich.

Die entscheidenden Stellschrauben

Am stärksten wirken der Anlagehorizont, die angenommene Wertsteigerung der Immobilie und das Verhältnis von Kaufpreis zu Miete. Wegen der einmaligen Kaufnebenkosten lohnt sich Kaufen meist erst nach mehreren Jahren. Ändern Sie die Annahmen bewusst einzeln – so sehen Sie, wie robust das Ergebnis ist, statt auf eine einzige Prognose zu setzen.

Der Systemwechsel 2029 ist eingerechnet

Ab dem 1. Januar 2029 entfallen der Eigenmietwert und bei Selbstnutzung die Abzüge für Schuldzinsen und Unterhalt; es bleibt nur der befristete Ersterwerberabzug, den dieser Rechner vorsichtig nicht einrechnet. Bei einem Horizont von 15 oder 20 Jahren gilt der grösste Teil der Zeit bereits das neue Recht. Der Rechner berücksichtigt das standardmässig; über das Häkchen «Systemwechsel 2029 berücksichtigen» sehen Sie den Unterschied.

Die Hintergründe zum Vergleich stehen im Artikel Mieten oder Kaufen?. Ob der Kauf überhaupt finanzierbar ist, zeigt der Tragbarkeitsrechner.

Fragen zum Mieten-oder-Kaufen-Rechner

Eine allgemeine Grenze gibt es nicht. Wegen der Kaufnebenkosten braucht es meist einen Horizont von mehreren Jahren, oft acht bis zehn. Entscheidend sind Kaufpreis im Verhältnis zur Miete, Zinsniveau, Wertentwicklung und die Rendite, die Sie mit dem Eigenkapital anderweitig erzielen würden.
Der Ertrag, auf den Sie verzichten, weil Ihr Eigenkapital in der Immobilie steckt statt angelegt zu sein. Wer bei einem Vergleich nur Miete und Hypothekarzins gegenüberstellt, rechnet das Eigenheim systematisch zu günstig.
Weil er die Steuerseite des Eigenheims grundlegend ändert: kein Eigenmietwert mehr, aber auch keine Abzüge für Schuldzinsen und Unterhalt. Bei einem langen Anlagehorizont würde das alte Recht das Ergebnis verfälschen.
Nein. Die Preise sind in der Schweiz über viele Jahre gestiegen, regional aber unterschiedlich und nicht ohne Rückschläge. Rechnen Sie zur Probe auch mit 0 % Wertsteigerung – hält der Vergleich dann noch, steht er auf solidem Grund.

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